Kriseninterventionsteam Hamburg (KIT)
Erste Hilfe für die Seele
Das Kriseninterventionsteam Hamburg (KIT) betreut Menschen
unmittelbar nach seelisch stark belastenden Erlebnissen. Beispielsweise
Angehörige nach einem plötzlichen Todesfall, Opfer einer Gewalttat oder
Augenzeugen eines schockierenden Ereignisses.
In tragischen Notsituationen wie diesen, leistet das KIT Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Ehrenamtlich und unentgeltlich, rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres.
Wer alarmiert das KIT?
Das KIT wird direkt durch die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten oder das Institut für Rechtsmedizin alarmiert. Einsatzindikationen des KIT sind:
- Unfälle mit Toten oder Schwerstverletzten
- Erfolglose Wiederbelebungen
- Begleitung der Polizei bei Todesbenachrichtigungen
- Tötungsdelikte
- Selbsttötungen
- Plötzlicher Kindstod
- Geiselnahmen, Raubüberfälle
- Großschadenslagen und Katastrophen
Welche Ziele verfolgt das KIT im Einsatz?
Das KIT bietet psychisch belasteten oder traumatisierten Menschen hilfreiche Nähe und unterstützt sie in den ersten Stunden bei der Realisierung und Verarbeitung des dramatischen Erlebnisses. Die Betroffenen werden stabilisiert und in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt. Soziale Netze werden aktiviert und weiterführende Hilfsangebote vermittelt. Die frühzeitige Unterstützung durch das KIT vermindert das Risiko von langfristigen seelischen Schäden, wie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
